“Massive Attack” waren am 16. August in der Düsseldorfer Philipshalle und wir waren auch dabei.
Als Opener legte DJ Shadow auf. Ihm konnte man zwar schön zuhören, allerdings wirkte er in dieser großen Location mit seinen Plattentellern irgendwie deplaziert. Club wäre besser.
Englischer TripHop am Rhein und die Halle war voll.
Überrascht hatte uns diese Tour, haben doch “Massive Attack” mit “Collected” lediglich ein ‘best of’ Album hingelegt, auf dem nur wenig Neues zu hören war. Darunter allerdings “False Flag“, welches auch eines der ersten Lieder des Abends war.
Natürlich gab es auch die alten Klassiker aus “Mezannine” zu hören und auch das einmalige “Protection” - und das waren eindeutig die Höhepunkte des Konzerts. Denn es lies uns sehr beeindruckt und doch irgendwie distanziert zurück.
Klang und Akustik waren einmalig wunderbar, doch den Musizierenden schien nicht bewußt zu sein, dass sie auf einer Bühne vor Publikum standen. Einen wir auch immer gearteten Kontakt zum Publikum konnten wir nicht ausmachen. Im Gegenteil, sobald es Anlaß zum ‘Abrocken’ gab, drehte sich Robert Del Naja seiner Band zu und zeigte dem Publikum den Rücken. Sobald ein wenig ‘echte’ Konzertstimmung aufkam, wurde die auch schon wieder von der Band zurückgenommen. Ein Sitzkonzert zum gepflegten Zuhören.
Und wir können nicht umhin anzumerken, dass sich das alles irgendwie ein wenig alt und verstaubt anfühlt - nichts kreativ Neues, was uns auf das im nächsten Jahr erscheinende neue Album hoffen läßt.
Interessant war allerdings auf der Rückfahrt das Interview im Radio mit André Lieberberg ( Sohn von Marek Lieberberg, der mit der Konzertagentur), der entspannt nett über sein Leben als Konzertmanager plauderte. Diesen Lauschangriff kann man sich wohl jetzt auch nachträglich bei einslive als Podcast zuführen.
Und im Anschluß gab’s sogar noch “Elektronische Melodien” mit Hans Nieswandt zu hören, der uns doch allen sicher noch von “Whirlpool Productions” bekannt ist.
Das Fazit des Abends: ein schönes Konzert, aber in Zukunft könnte es empfehlenswert sein, gerade am späten Abend etwas mehr Radio zu hören. Und vielleicht gehen wir demnächst lieber auf kleinere, dafür aber lebendigere Konzerte.