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beatfinder

11. June 2006

Korn in der Gruga

Filed under: Live — FlimmerFee @ 10:06

Ja, ich habe es geschafft. Und mittlerweile habe ich mich auch so halbwegs vom Korn-Konzert erholt. Die Ohren fiepsen nicht mehr und die Müdigkeit bewegt sich auf dem normalen Level.
Korn - das war ganz schön heftig. Aber es gab ja nicht nur Korn.
Es galt insgesamt drei Vorgruppen zu überleben. Flyleaf mit einer recht kapriziösen Frontfrau gefiel ganz gut und wird wohl auf Platte besser zu konsumieren sein.

Flyleaf als VorVorVorband

Hatebreed heizte die Menge gewaltig auf, war aber für meine zarten Öhrchen viel zu heftig und der Sound zu gleichförmig. Dem Oz haben zwar die Energie der Jungs zugesagt, aber dann war’s irgendwie doch zu monoton, zu wenig Überraschungen. Die immer wieder getätigten Anfeuerungsrufe, daß man sich doch jetzt gefällig auf Korn freuen solle, waren strategisch etwas ungünstig, weil wollten doch erst noch die Bullets aufspielen.


Bullets for my Valentine mit zu wenig Bewegung auf der Bühne.
“Und die Bullets waren grottenschlecht abgemischt, hatten zudem überhaupt keine Lightshow und kamen u.a. auch deswegen irgenswie einschläfernd rüber”, meint die Fee. Sie kommen im Herbst übrigens nochmal nach Deutschland. Kann man nur hoffen, dass sie sich dann besser anhören. “Naja, einschläfernd waren die jetzt aber nicht”, meint der Oz. Aber der Sound war schon ganz schön Matsche. Muss laut denn immer auch gleich schlecht sein? Oz glaubt, daß der Bullets-Mixer, der übrigens wie Lemmy von Motorhead aussah, wohl selber kaum mehr was hört, und deshalb so schlecht abgemischt hat. Das geht hoffentlich im Herbst besser.

Bullets for my Valentines voll breit

Leider wurde zwischen den Auftritten komplette Ab- und Aufbauten incl. Soundcheck absolviert. Das Licht in der Halle ging an - immer eine abrupte Unterbrechung der matialischen Visionen. Wäre schön gewesen, wenn man das zumindest für die Vorbands einheitlicher geplant hätte.
Ja, aber dann, sogar die Teppiche für die Schlagzeuger wurden ausgetauscht - kam der Mikrophonständer. Wer Korn schon bei Rock am Ring gesehen hat, kann sich vielleicht erinnern. Sogar als er noch eingepackt war, raunte des Publikum und applaudierte, als er enthüllt wurde. Ist aber auch wirklich ein Schmuckstück. :)

Drei Umbaupausen *grrr*

Jonathan Davis mit Dudelsack
Und dann kam Korn - endlich um 23 Uhr! - auf die Bühne. Laut und gewaltig, die Bässe gingen heftigst in den Magen.Der Sound - eine Mischung aus Metal und HipHop - ja was ist das denn nun eigentlich - auf jeden Fall sehr einzigartig.
Bizarre, stampfende Schamanenmusik. Coool.


Korn05
Ausnahme-Schlagzeuger David Silveria beim wegwerfen seiner Stöcke Und wer seine Schlagzeugstöcke wegwirft, dem werden Flügel verliehen. (Links) Und unten nochmal Herr Davis, kurz bevor ab in’s Krankenhaus musste. Wir drücken ihm heftigst die Daumen.



Das Publikum war bis auf ein paar Ausnahmen recht einheitlich, dunkel bunt. Mehrheitlich lecker schwarz gekleidet, Korn-T-Shirt-Träger in großer Zahl, viele Glatrasierte und viele Langhaarmähnen. Aaaber auch ‘ne Menge Teenies. Dürfen die überhaupt so lange aufbleiben? So viele headbangende Headbanger an einem Ort haben wir schon lange nicht mehr gesehen.

Nach Mitternacht war das Konzert zu Ende.

hier die Set-List (gefunden im Forum von http://www.korn-underground.de/).

01. It’s On!
02. Clown
03. Love Song
04. Falling Away From Me
05. Here to Stay
06. Counting On Me
07. Somebody Someone
08. Throw Me Away
09. Shoots and Ladders *
10. Need To *
11. Lies *
12. Make Me Bad *
13. Thoughtless *
14. A.D.I.D.A.S. *
15. Twist *
16. Coming Undone
17. Got the Life
18. Twisted Transistor
19. Freak on a Leash
20. Blind

* Medley

Und der Oz und ich wankten durch die Gruga nach Hause.
Soviel Bass so laut. Das macht so:

Oz und Fee mit viel Bass inner Fresse

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